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Klopfen als Heilmethode für Schulter- und Rückenschmerzen mit dem Stillen Qigong (TCM)Schmerzen in den Schultern und dem unteren Rücken mit dem Charakter der Funktionsstörung, organische Erkrankungen ausgenommen, sind im allgemeinen auf Muskelkrampf, nichtbakterielle Entzündungen und Schrumpfung des Gewebes zurückzuführen. Der Theorie der traditionellen chinesischen Medizin nach werden sie durch Qi-Stagnation und Blutstauung in den Meridianen und Kanälen verursacht, eine Folge der Einwirkung von Wind und Kälte auf Schultern und Rücken. Sun Simiao (581 - 682), ein bekannter Mediziner der Tang-Dynastie, schreibt in seinem Qian Jin Yao Fang (Tausend Goldene Rezepte): "Für jemanden mit einem Gefühl der Kälte in den Händen empfiehlt sich, sich von oben bis unten warmzuklopfen", und "für Kälte-Gefühl in den Füßen gilt auch ein Warm-klopfen". Das bedeutet, dass diese Fälle durch Massage-Therapie behandelt werden können. Es ist ein Heilprinzip in der traditionellen chinesischen Medizin, dass "Wärme den Blutfluß fördert" und "Kälte-Syndrome mit Wärme-Therapie behandelt werden sollten". Mit anderen Worten, die Blutzirkulation benötigt Wärme, und den durch Kälte verursachten Krankheiten ist mit einer Wärme-Therapie entgegenzuwirken. Die folgenden vier Übungen, die auf Basis der eben erwähnten Theorie entwickelt wurden, sind gegen Schmerzen in den Schultern und im unteren Rücken wirksam: 1. Klopfen auf die Arme Man steht aufrecht und natürlich mit gespreizten Beinen, streckt einen Arm gerade vor, der aber nicht unbedingt durchgedrückt werden sollte, und klopft mit der anderen Hand von der Schulter bis zum Handgelenk und zur Hand auf ihn, dann zurück von der Hand bis zur Schulter, und zwar entlang der vorderen, der seitlichen und der hinteren Linie des Armes. Das Klopfen erfolgt abwechselnd mit der linken und der rechten Hand und wird jeweils zwölf- bis vierundzwanzigmal wiederholt (Siehe Abb. 1).
Diese Übung fördert die Zirkulation von Qi und Blut in Schultern und Armen, löst Adhäsion und mildert Muskelkater und Schmerzen. 2. Trommeln auf die Schultern und den Rücken Man steht natürlich mit gespreizten Beinen, klopft mit dem rechten Handteller auf die linke Schulter, während der linke Handrücken leicht auf die rechte Rückenseite trommelt. Man klopft abwechselnd auf die linke und die rechte Seite (Siehe Abb. 2). Die Übung sollte jeweils zwölf- bis vierundzwanzigmal wiederholt werden.
Diese Übung dient dem Zweck, die Schultern und den Rücken zu entspannen, Krämpfe zu lindern, die Sehnen zu lockern sowie Muskelkater und Schmerzen zu verhüten bzw. zu behandeln. 3. Schlagen auf Shenshu (B 23) Man steht natürlich mit gespreizten Beinen und schlägt abwechselnd mit den Handtellern, den Handrücken oder den Fäusten auf den linken und rechten Akupunkt Shenshu (B 23), die sich am unteren Rücken befinden (Siehe Abb. 3). Das Schlagen auf Shenshu (B 23) erfolgt zu beiden Seiten jeweils zwölf- bis vierundzwanzigmal.
Diese Übung stärkt die Nieren, fördert die Blutzirkulation, beseitigt Starre und wirkt gegen Rückenschmerzen. 4. Schwanken mit den Hüften und Schwingen der Arme Man steht natürlich mit gespreizten Beinen, entspannt den ganzen Körper, schwingt die Arme abwechselnd nach links und nach rechts, wodurch die Hüften schwanken, und schlägt sie mit den schwingenden Händen, vor allem den unteren Rücken mit den Handrücken (Siehe Abb. 4). Diese Übung sollte jeweils zwölf- bis vierundzwanzigmal wiederholt werden.
Diese Übung dient der Entspannung des Kreuzbeins und der Hüfte, der Lockerung der Sehnen, Stärkung der Hüfte und der Nieren sowie der Vorbeugung von Krankheiten. Die Dauer und die Häufigkeit dieser Übung richten sich je nach der Kondition des Übenden. Es genügt, wenn ein Gefühl der Wärme entsteht. In der Regel wird jede Übung für ca. zwanzig Minuten praktiziert und erfolgt zwei- bis viermal täglich, zweckmäßig eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen. Anmerkungen: 1. Das Klopfen, Schlagen und Trommeln sollten langsam ohne Spannung und im allmählichen Übergang vom leichteren zum stärkeren durchgeführt werden. 2. Die Bewegungsintensität kann nach der folgenden Formel reguliert werden: "Zunahme im Fall von Muskelkater und Abnahme im Fall von Schmerzen. Bei Starre ist diese Übung aufzuhören." Entsteht Muskelkater mit einem Gefühl von Schwere und Schwellung beim Heben der Arme, ist das eine normale Reaktion auf die Übung, und die Bewegungsintensität kann zunehmen. Eine Zunahme lokaler Schmerzen zeigt eine latente Entzündung von Muskeln oder Sehnen an. In diesem Fall sollte die Bewegungsintensität reduziert werden, um die Ausweitung der Entzündung zu vermeiden. Das Gefühl von Starre ist ein Vorzeichen für Druck auf einen lokalen Nerv. Mit der Übung ist abzusetzen und die tatsächliche Ursache herauszufinden. 3. Vor den Übungen sollte man den Überzieher ausziehen. Bei kaltem Wetter und im Winter kann man den Überzieher nach einigen Übungen ausziehen und sollte ihn unmittelbar nach dem Üben wieder anziehen, um eine Erkältung zu vermeiden. Feuchte Unterwäsche ist zu wechseln, falls man geschwitzt hat. Gegenanzeigen: 1. Die Übungen sind im Fall von akuten lokalen Entzündungen, hohem Fieber oder Symptomen einer Blutung zu unterbrechen. 2. Bei unbeherrschter Aufregung ist keine Übung durchzuführen, da unter diesen Umständen die Erfordernisse der Bewegungen schwer einzuhalten sind, und übertriebene Übungsbewegungen könnten zu Verletzungen führen. Diese Art des Klopfens ist besonders geeignet für alte Leute mit schwächlicher Kondition sowie mit Schmerzen in den Schultern, dem Rücken oder den Armen. Zwar ist sie leicht zu handhaben, aber gute Resultate treten erst dann zutage, wenn sie beständig praktiziert wird.
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