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Behandlung der Kurzsichtigkeit mit dem Stillen Qigong (TCM)Warum kann die Kurzsichtigkeit mit dem Stillen Qigong behandelt werden? Die traditionelle chinesische Medizin vertritt die Auffassung, dass Qi und Blut die Quelle des Menschen darstellen, und dass alle biologischen Aktivitäten des Menschen von der Blutzirkulation und der Beförderung des Qi abhängen. Ist der Strom des Qi behindert, ist es auch ihre Durchblutung. Das Stille Qigong setzt das essentielle Qi der inneren Organe in Bewegung und konzentriert es, regt seinen Fluß in den Meridianen und Kanälen an, reguliert Qi und Blut zu einer normalen Zirkulation und versorgt damit auch die Augen mit ausreichenden Nährstoffen. Spannung in den Augen wird so gelindert und ihr Selbst-Anpassungsvermögen wiederhergestellt. Das Wesentliche des Stillen Qigong zur Behandlung von Kurzsichtigkeit besteht darin, zuerst Entspannung zu üben, d.h. in erster Linie den Körper zu entspannen und die Gedanken zu beruhigen, um das Qi und das Blut zu normalisieren. Dann wird das Qi und das Blut in den Augenmuskeln durch das von den Händen angegebene äußere Qi reguliert. Qigong ist nicht mysteriös, weil jedermann über Qi verfügt. Sobald man Qigong angemessen übt, wird man schnell das "Gefühl von Qi" bekommen. Das Stille Qigong ist durch Einfachheit, Sicherheit und Zuverlässigkeit gekennzeichnet und zeigt bei echter, pseudo- und vererbter Myopie der jungen und erwachsenen Menschen gute Heilwirkung. Die Behandlung von Myopie durch diese Art des Qigong besteht aus drei Übungen: Qi-Pflege in Stillstand-Position, Qi-Lenkung durch Öffnung und Schließung und Augen-Massage mit äußerem Qi. I. Übung zur Qi-Pflege in Stillstand-Position Positionsanforderungen: Die Knie werden entspannt, die Füße liegen flach, so dass das Körpergewicht auf der Mitte der Füße ruht. Die Hüften werden nach hinten gedrückt, die Hüftgelenke stehen nicht vor. Das Gesäß wird angespannt und darf nicht nach hinten vortreten. Die Wirbelsäule wird aufrecht gehalten, Taille und Bauch sind entspannt, der ganze Körper steht gerade. Kopf und Hals werden aufrecht gehalten, das Kinn ist gespannt, die Ohren befinden sich auf einer Linie mit den Schultern, die Nasenspitze ist zum Nabel gerichtet, Augen und Mund werden entspannt und leicht geschlossen, die Zunge berührt den Gaumen, der Atem erfolgt natürlich. Die Schultern entspannen sich, beide Arme hängen natürlich herab, die kleinen Finger sind neben den Seitennähten der Hosen platziert, die Handrücken zeigen schräg nach vorn. Alle Finger sind entspannt, die Handteller werden hohl gehalten, während die Mittelfinger natürlich gestreckt sind. Beide Arme sind entspannt und durchgedrückt gehalten. (Siehe Abb. 1.)
Die Schlüsselpunkte dieser Übung bestehen aus dem gerade gehaltenen Kopf, dem aufrechten Körper, den flach gehaltenen Füßen und den ausgestreckten Armen, so dass sich Ober- und Unterkörper in einem Zustand der Entspannung befinden, während sich das Denken auf diese natürliche Entspannung konzentriert. Diese Übung wird jedes Mal etwa fünfzehn Minuten aufgeführt. II. Qi-Lenkung durch Öffnung und Schließung Positionsforderungen: Allmählich werden die Hände angehoben, bis zur Schulterhöhe (Siehe Abb. 2). Die Knie werden ein wenig gebeugt, zu einer Sitzposition, und zur gleichen Zeit werden die Schultern entspannt, die Ellbogen sinken nach unten, und die Arme bilden jeweils einen Halbkreis. Die Handgelenke befinden sich auf Schulterhöhe, die Handflächen sind gegeneinander gerichtet. Dabei muß darauf geachtet werden, dass die beiden Akupunkte Laogong (P 8) in der Mitte der beiden Handteller gegeneinander gerichtet und miteinander verbunden sind (Siehe Abb. 3)
Beide Hände entspannen sich, bis ein Gefühl der Steifheit, Schwellung oder Wärme in der Mitte der Handteller auftritt, dann werden die beiden Hände langsam zusammengeführt, als ob sie einen Luftballon hielten, bis der Abstand zwischen den Mitten der Handflächen sechs bis sieben cm beträgt (Aktion der Schließung). Im Anschluß daran bewegen sich die Hände langsam auseinander bis zur Schulterbreite (Aktion der Öffnung). Dann "schließen" sich die Handteller wieder. Dies wird für ca. fünf Minuten wiederholt. Dann wird ein Gefühl der Schwierigkeit entstehen, die Hände zu bewegen oder die Aktionen der Öffnung und Schließung durchzuführen (Siehe Abb. 4 und 5).
Die Qi-Lenkung bringt das innere und das äußere Qi in Einklang, so dass nicht nur die inneren Organe durch Regulierung des Qi-Stromes in den Kanälen gestärkt werden, sondern auch Kurzsichtigkeit durch bewusste Lenkung des äußeren Qi behandelt werden kann. III. Augen-Massage mit äußerem Qi Für diese Übung ist die Brille abzunehmen. Diese Therapie lässt sich in fünf Abschnitte einteilen.
Abschnitt 1: Abschnitt 2: Abschnitt 3:
Der Radius der Kreis-Bewegung sollte so klein sein, dass das Qi der Handteller das Qi in den Augen bewegen kann und dadurch ein Gefühl der Rotation entsteht (siehe Abb. 9). Abschnitt 4:
Abschnitt 5:
Die beiden Beine werden zusammengestellt, die Hände voneinander getrennt und die Fußspitzen etwas auseinandergesetzt, damit man zur ursprünglichen Position des Stillstehens zurückkommt. Nach einer Weile werden die Augen langsam geöffnet, man blickt nach links und dann nach rechts und schließlich nach vorn in die Ferne. Diese Übung erhöht die Sehschärfe. Die ganze Übungsreihe nimmt etwa dreißig Minuten in Anspruch. Sie wird täglich zweimal ausgeführt, und zwar morgens und abends.
Das Stille Qigong kann zu jeder Zeit, vor oder nach dem Essen, morgens oder abends, während einer Arbeits- oder Unterrichtspause, praktiziert werden. Vor der Übung sollte man für zwei oder drei Minuten ruhig stehen, bevor man das innere und äußere Qi massieren kann. Diese Übung erfolgt jedes Mal für fünf bis zehn Minuten. Es empfiehlt sich für den Anfänger, sich auf die Lenkung von Qi zu konzentrieren, und zwar jedes Mal mindestens fünf Minuten, bis ein starkes Gefühl von Qi schon unmittelbar nach der "Schließung" der Handteller auftritt. Dann sollte mehr Augen-Massage als Qi-Lenkung praktiziert werden. Erst beständiges Üben für mehr als drei Monate zeitigt eine gute therapeutische Wirkung. Dennoch ist Übermüdung der Augen zu vermeiden, sie können abermals Kurzsichtigkeit verursachen.
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