|
|
![]() |
|
Behandlung von Schmerzen in den Kniegelenken durch Körperübung mit dem Stillen Qigong (TCM)Die Knie zählen zu den großen Gelenken, die das Körpergewicht tragen und bei verschiedenen Bewegungen stark beansprucht werden. Gehen, Stehen, Sitzen, Knien, Hocken, Laufen und Springen, all diese Betätigungen im menschlichen Alltagsleben sind ohne Kniegelenke nicht denkbar. Daher sind diese aber auch leicht verletzbar. Ihre Überbeanspruchung, eine unerwartete Drehung, ein Stoß oder Sturz kann zu Verstauchung oder Zerrung führen. Wenn sie lange oder oft Kälte und Nässe ausgesetzt sind, tritt leicht Rheuma auf. In all diesen Fällen ist Bewegungsschwierigkeit die Folge. Die traditionelle chinesische Medizin vertritt die Auffassung, dass die Kniegelenke den Zusammenlauf der Sehnen wichtiger Muskeln der unteren Gliedmaßen darstellen. Bewegungsschwierigkeit der Kniegelenke oder die Notwendigkeit, sich beim Gehen auf einen Stock zu stützen, ist Zeichen für das Versagen der Funktionen dieser Sehnen. Bereits vor mehreren tausend Jahren behandelten die Chinesen erkrankte Kniegelenke mit Heilkräuterabsud, heißen Kompressen, Akupunktur oder Körperübungen. In der Jin-Dynastie fasste der Mediziner Chao Yuanfang im Jahre 610 in seinem Werk Zhu Bing Yuan Hou Lun (Monographie über Ursachen und Symptome von Krankheiten) mehr als 20 Arten der Körperübungen für die Behandlung von Erkrankungen der Kniegelenke zusammen. Diese therapeutischen Übungen wurden mehr als tausend Jahre überliefert, und bis heute finden sich noch zahlreiche ähnliche Bewegungen in modernen Körperübungen. Im folgenden werden einige einfache Übungen behandelt. 1. Halten der Knie vor der Brust: Man steht mit entspanntem Körper aufrecht, hebt das rechte Bein und beugt das Knie, wobei das Knie mit beiden Händen umschlungen und kräftig gegen die Brust gedrückt wird. Nach einer Weile wird der Griff gelockert, und das rechte Bein wird auf den Boden gesetzt. Anschließend wird diese Bewegung mit dem linken Bein ausgeführt. Diese Übung wiederholt sich zehn- bis fünfzehnmal (Siehe Abb. 1). Bereitet es dem Übenden Schwierigkeit, im Stehen die Knien anzuziehen oder dabei sicher und aufrecht zu stehen, empfiehlt sich Rückenlage.
Es ist am besten, das Knie mit den beiden Händen zu umfassen und es so eng wie möglich gegen die Brust zu halten (siehe Abb. 2). Beständiges Praktizieren dieser Übung vermindert Schwierigkeiten beim Beugen und Strecken der Knie. 2. Drehen der Knie im Kreis: Die Beine sind geschlossen, die Knie zur Halb-Hocke-Stellung gebeugt. Die beiden Hände stützen die Knie und drehen diese leicht im Kreis: In Uhrzeigerrichtung und dann gegen Uhrzeigerrichtung abwechselnd je zehn- bis fünfzehnmal. Die Bewegungen sollten nicht allzu schnell oder heftig sein (Siehe Abb. 3). Diese Übung stärkt die Bänder der Kniegelenke und ist auch für die Behandlung von chronischen Rheumatismus angezeigt. 3. Kniebeuge: Man steht mit in Schulterbreite gespreizten Beinen, stützt die Knie mit den Händen und geht langsam in die Hocke, wobei das Gesäß so eng wie möglich an die Unterschenkel gedrückt wird. Nach Verharren in dieser Position erhebt man sich langsam. Diese Übung ist fünf- bis zehnmal zu wiederholen (Siehe Abb. 4).
Diese Übung stählt die Muskeln der Schenkel, insbesondere den Quadrizeps. Beständiges Training zeitigt Resultate, die umso größer sind, wenn die Übung in Verbindung mit der Anwendung von Heilkräutern praktiziert wird. Zu beachten ist, dass bei Verletzung oder akutem Rheumatismus mit geschwollenem oder blutüberfülltem Knie gezwungene Bewegungen kontraindiziert sind. Erst wenn das akute Stadium vorbei ist, darf mit der Übung begonnen werden. Andere Erkrankungen der Kniegelenke wie beispielsweise Meniskusschaden oder Chondromalacia patellae können nur unter Anweisung eines Arztes behandelt werden.
Lesezeichen, Weitersagen und Empfehlen
|
![]() |
|||||||||||||