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Behandlung von Ischias durch Liegen, Sitzen und Stehen mit dem Stillen Qigong (TCM)Der Ischiasnerv liegt beiderseitig tief in den Gesäßmuskeln. Er beginnt von den Sakralnerven und läuft verzweigt entlang der Oberschenkel zu den Unterschenkeln und Füßen. Er ist für die Bewegung und Empfindung der unteren Gliedmaßen sehr wichtig. Die Ischias ist eine schmerzhafte Entzündung des Ischiasnervs, im allgemeinen eine Neuritis, aber sie kann auch durch den Druck eines Tumors oder eine Entzündung der benachbarten Knochen, Sehen oder Muskeln, insbesondere durch einen Intervertebralscheibenvorfall verursacht sein. In einem akuten Fall von Intervertebralscheibenvorfall schmerzt dieser Nerv so schneidend, dass die Schmerzen von der Darmbeinsakralregion aus bis zur Fußsohle strahlen und zur Gehbehinderung führen. Wenn die Ischias chronisch wird, empfindet der Patient einen dumpfen, sich ausdehnenden Schmerz und hat Gehschwierigkeiten. Tritt eine Ischias auf, muß in erster Linie die Ursache gefunden werden. Ist der Schmerz durch Druck auf den Ischiasnerv verursacht, muß der Druck beseitigt werden. Wenn die Ischias Folge einer Entzündung ist, sind Bettruhe, schmerzstillende Mittel sowie Akupunktur oder Massage angezeigt. Im chronischen Fall ist nachfolgende Art der physikalischen Therapie zu empfehlen. Ein chinesischer Spruch sagt: "Türangeln werden nie wurmstichig." Das besagt, dass Bewegungen fit macht. Daher sollte ein an Ischias Erkrankter nicht aus Angst vor Schmerzen bewegungslos im Bett bleiben. Dies verstärkt die Symptome. Im chronischen Fall der Ischias hängen die Schmerzen oft mit Adhäsion rund um den Nerv zusammen. Und die Therapie "Schlafen, Sitzen, Stehen" zielt gerade auf die Behandlung dieses Umstandes ab, nämlich durch Spannung und Entspannung des Ischiasnervs. Die Übungen dieser Therapie können dazu beitragen, die Adhäsion aufzulösen und die Schmerzen zu mindern und zu beseitigen. Methoden 1. Liegen: Man liegt mit gebeugten Beinen auf dem Rücken im Bett, dann wird ein Bein nach dem anderen ausgestreckt, ohne dass die Füße vom Bett abheben. Anschließend werden die durchgedrückten Beinen abwechselnd gehoben. Ein gesundes Bein kann bis zu einem Winkel von 90° gehoben werden, das betroffene anfangs nur bis zu 45°. Nach längerem Üben kann auch das erkrankte Bein immer höher gehoben werden (Siehe Abb. 1).
2. Sitzen: Man sitzt auf einer Matte oder auf dem Fußboden mit nach vorn ausgestreckten Beinen, die Hände liegen flach auf den Oberschenkeln. Der Oberkörper wird allmählich nach vorn gebeugt, währenddessen die Hände in Richtung Füße ausgestreckt werden. Anfangs erreichen die Hände nur die Unterschenkel, nach längerer Übung auch Fußrücken, Zehen und Sohle (Siehe Abb. 2). 3. Stehen: Man steht mit in die Seite gestemmten Armen und hebt abwechselnd die durchgedrückten Beine. Dann steht man mit so weit wie möglich gespreizten Beinen, beugt das linke Knie und geht in die Hocke, dass sich ein Schritt fast in Form eines Bogens ergibt. Das linke und das rechte Bein werden so abwechselnd gebeugt. Durch diese Übung wird das nicht gebeugte Bein gespannt (Siehe Abb. 3).
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