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Qigong-Therapie gegen Pollution, Hämorrhoiden und Inkontinenz des Urins mit dem Stillen Qigong (TCM)Alte und schwächliche Menschen leiden oft an Spermatorrhöe, Hämorrhoiden, Afterfistel oder Inkontinenz des Urins. Habituelle Masturbation bei jungen Menschen führt zur häufigen Pollution, was die geistige und körperliche Gesundheit beeinträchtigt. Die im folgenden empfohlene Art der Qigong-Therapie - Anhebung des Damms - erweist sich für die Behandlung der obigen Leiden als wirksam. Der Damm verbindet den After mit den äußeren Geschlechtsorganen, und eine Übung zu einer Anhebung bedeutet eine leichte Anhebung von Qi, so dass der After, die Harnröhre und die Muskulatur in diesem Bereich in einem Zustand der Kontraktion versetzt werden, als ob man zwangsweise Stuhl und Urin zurückhalten würde. Das Ziel der Hebung des Damms ist es, dass Qi durch den Willen zu leiten, die Verbindung zwischen eingeatmetem Qi und dem zur Stärkung der Nieren gehobenen Qi herzustellen und dadurch unwillkürlichen Samenfluß zu verhindern. Vom Gesichtspunkt der modernen Medizin aus betrachtet, kann eine kontinuierliche und bewusste Anhebung des Damms die Blutzirkulation und Nährstoffversorgung im umgebenden Gewebe verbessern und die Dehnungs-, Kontraktions- und Beherrschungsfunktion des Schließmuskels des Afters und der Harnblase und die Muskulatur der Geschlechtsorgane stärken. Daher ist diese Übung wirksam gegen Pollution, Spermatorrhöe, Impotenz, vorzeitigen Samenerguß, Hämorrhoiden, Afterfistel, Aftervorfall und Inkontinenz des Urins. Diese Art der Qigong-Therapie hat vier Formen. I. Rückenlage-Form 1. Man liegt auf dem Rücken auf einem hohen Kopfkissen, streckt die Beine aus und legt die Füße zusammen. Die Arme und Hände ruhen natürlich zu beiden Seiten des Körpers. 2. Die Zunge leckt den Gaumen, Augen und Mund sind leicht geschlossen. Der Wille wird auf Dantian (3 Cun unterhalb des Nabels) konzentriert, und der Geist wird von allen störenden Gedanken befreit. Nachdem sich Speichel im Mund gesammelt hat, wird frische Luft durch die Nase eingeatmet, während das Qi durch den Willen geleitet und der Damm sanft gehoben wird. Gleichzeitig werden die Zähne zusammengebissen, die Hände zu Fäusten geballt, die Zehen kraftvoll nach vorn und unten gebeugt und der Atem wird für drei bis fünf Sekunden angehalten. Dann löst sich die Zunge leicht vom Gaumen, durch die Nase erfolgt eine langsame Ausatmung, und der ganze Körper entspannt sich. 3. Mit der Zunge wieder den Gaumen berühren und die Übung wiederholen. Geübt wird fünf bis zehn Minuten und jeden Tag dreimal, und zwar morgens, mittags und abends. Die Rückenlage-Form zur Hebung des Damms wirkt gut gegen Pollution, Spermatorrhöe, Impotenz, vorzeitigen Samenerguß und Inkontinenz des Urins. II. Bummelform 1. Man geht mit langsamen und gemessenen Schritten spazieren, schließt leicht den mund, wobei die Zunge über den Gaumen streicht, die Zähne sind leicht zusammengebissen, und man konzentriert den Willen auf Dantian und befreit den Geist von allen Störungen. 2. Die Arme hängen zu beiden Seiten des Körpers natürlich herab, wobei die Finger in Form einer hohlen Faust leicht gekrümmt sind. Die Zehen der beiden Füße werden ebenfalls leicht gekrümmt, als ob sie den Boden fassen wollten. Dann geht man langsam und hebt den Damm leicht. 3. Nachdem man auf diese Weise für drei bis fünf Minuten gebummelt ist, wird der Damm langsam entspannt, und man geht so eine bis zwei Minuten. Dann werden die Bewegungen wiederholt. Jede Übung dauert etwa eine halbe Stunde, wird jeden Tag zweimal praktiziert, und zwar morgens und abends vor dem Schlafen. Die Bummelform zur Hebung des Damms zeigt gute Wirkung bei Hamörrhoiden, Afterfistel, Aftervorfall und Inkontinenz des Urins. III. Standform 1. Man steht mit gespreizten Beinen und in Schulterbreite parallel gestellten Füßen, greift den Boden mit den Zehen, beugt die Knie leicht, entspannt Taille und Hüften, hält den Oberkörper aufrecht und nimmt eine Hockestellung ein. 2. Das Kinn wird zurückgezogen und die Brust entspannt, die Arme hängen natürlich zu beiden Seiten des Körpers herab, mit leicht gekrümmten Fingern, die gegen die Daumen gerichtet sind, so dass hohle Fäuste gebildet sind. 3. Die Augenlider werden gesenkt, der Mund ist leicht geschlossen, und mit dem Speichel wird drei- bis fünfmal gegurgelt. Die Zunge streicht über Gaumen und Kinnbacken und bleibt am Gaumen liegen, bis der Mund voll von Speichel ist. Dann wird Speichel geschluckt und die Zunge wieder an den Gaumen gelegt, gefolgt von einer Einatmung durch die Nase. Gleichzeitig wird der Damm leicht gehoben und das Qi vom Willen entlang der Wirbelsäule aufwärts bis zum Scheitel und dann abwärts bis zur Zunge geleitet. Schließlich atmet man langsam aus, begleitet mit der Entspannung des Damms. Diese Bewegungen werden mehr als zwanzigmal wiederholt, dann bleiben die übereinandergelegten Hände (die rechte Hand liegt auf der linken) auf Dantian liegen, und der Wille wird auf Dantian konzentriert, während dreißig bis fünfig langsame Schritte gemacht werden. Diese Form der Qigong-Therapie kann täglich zweimal (morgens und abends) praktiziert werden und ist geeignet zur Verhütung und Behandlung der obengenannten Krankheiten. IV. Sitzform Man sitzt auf einem Stuhl oder einer Bank mit aufrecht gehaltenem Oberkörper und waagrechten Oberschenkeln. Die Hände sind zu halben Fäusten geballt und werden auf die Schenkel über den Knien gelegt. Die Augenlider werden gesenkt und der Mund ist leicht geschlossen. Die Zunge berührt den Gaumen. Die anderen Bewegungen erfolgen wie bei der Standform. Nach der Übung steht man auf und geht langsam dreißig bis fünfzig Schritte. Diese Form der Qigong-Therapie sollte man jeden Tag zweimal (morgens und abends) praktizieren und sie kann mittags einmal zusätzlich gemacht werden. Sie zeugt gute Resultate bei den erwähnten Krankheiten.
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