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Fingerübungen mit dem Stillen Qigong (TCM)Die traditionelle chinesische Medizin vertritt die Meinung, dass es im menschlichen Körper zwölf Meridiane gibt - die drei Yin-Meridiane der Hand, die drei Yin-Meridiane des Fußes, die drei Yang-Meridiane der Hand und die drei Yang-Meridiane des Fußes, wobei sie den Hauptteil des Meridiane- und Kanäle-Systems für die Zirkulation von Qi und Blut sowie den Nährstoffen bilden. Dieses System spielt eine wichtige Rolle für die physiologischen Funktionen und die pathologischen Veränderungen im menschlichen Körper. Die drei Yin-Meridiane der Hand verlaufen von der Brust zu den Händen und die drei Yang-Meridiane der Hand von den Händen zum Kopf; die drei Yin-Meridiane des Fußes verlaufen von den Füßen zum Bauch und die drei Yang-Meridiane des Fußes vom Kopf zu den Füßen. Dies sind die wichtigsten Läufe, während es noch mehrere komplizierte Verzweigungen gibt. Basierend auf der Theorie der Meridiane und Kanäle stellen die folgenden Fingerübungen eine wirksame Methode zur Gesundheitspflege dar, insbesondere für die Regulierung der Funktionen des Herzens und des Gehirns zur Verhütung und Behandlung von Herz-Gefäß-Krankheiten und zerbralvaskulären Erkrankungen. Vorbereitungsposition Man sitzt mit geradem Rücken und vortretender Brust aufrecht auf einem Stuhl, ohne sich gegen die Rückenlehne zu stützen, entspannt die Schultern und lässt die Arme natürlich herabhängen, mit einem Spalt unter jeder Achselhöhle, als hielte man dort ein Ei. Die Ellbogen werden gebeugt und die Unterarme bis zum Rand des Sessels vorgstreckt, wobei die Handflächen nach unten gerichtet und die Finger ein wenig gekrümmt sind. Die Zunge streicht über den Gaumen, die Backenzähne sind zusammengebissen und die Augen leicht geschlossen (Siehe Abb. 1).
Bewegungen Die Zeigefinger werden langsam nach unten gekrümmt, berühren die Handflächen so dicht wie möglich und werden in dieser Position für zwanzig Sekunden bis eine Minute gehalten, wonach man sie langsam ausstreckt. Dann erfolgt dieselbe Bewegung mit den Ringfingern, den Daumen, den kleinen und schließlich den Mittelfingern (Siehe Abb. 2 bis 6).
Noch besser ist, die entsprechende Zehe während der Bewegung des Fingers gleichzeitig zu krümmen. Die Zehen einzeln zu bewegen ist zwar schwierig, man kann es aber kraftvoll in derselben Reihenfolge wie mit den Fingern versuchen, wobei sich der Wille auf die Bewegung der einzelnen Zehen konzentriert. Nach der Bewegung aller Finger werden die Handflächen nach oben gedreht und langsam gehoben, begleitet von einer tiefen Einatmung durch die Nase. Sind die Hände über die Brust gehoben, werden die Handflächen wieder herumgedreht und langsam nach unten gedrückt, während man kräftig durch den Mund ausatmet (siehe Abb. 7 und 8). Nach drei bis fünf Wiederholungen ist die Übung abgeschlossen.
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