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Eine Praktik zum Schutz der Zähne mit dem Stillen Qigong (TCM)

Auf einer 4 m hohen und 10 m langen Freske in Grotte 196 der weltbekannten Tausend-Buddha-Grotten in Dunhuang ist ein alter, aber gesunder und rüstiger Mann, der wie ein Mönch aussieht, dargestellt. Er hockt am Boden, hält eine Wasserflasche in der linken Hand und steckt den Zeigefinger der rechten Hand in den Mund - eine lebendige Darstellung des Zähneputzens. Diese Freske zeigt, dass man bereits vor mehr als 1500 Jahren die Zahnhygiene beachtete.

Unter den archäologischen Funden finden sich Zahnbürsten aus Tierknochen, die aus der Liao-Dynastie vor mehr als 1000 Jahren stammen. Zahnfäule als allgemeines Übel ist schon in mehr als 3000 Jahre alten Orakelknocheninschriften aufgezeichnet.

Im ältesten medizinischen klassischen Werk Chinas - Huang Di Nei Jing (Kanon des Gelben Kaisers über die innere Krankheiten) aus der Periode der Streitenden Reiche (475 - 221 v.u.Z.) wurden die physiologischen Merkmale normaler Zähne beschrieben. Seit der Periode der Streitenden Reiche entwickelten die Chinesen neben Ausspülen des Mundes und Putzen der Zähne mit Zahnpasta nach dem Essen und vor dem Schlafen eine Reihe von Maßnahmen zur Zahnpflege.

" Zahn-Klopfen" ist eine von diesen Maßnahmen.

Mit "Zahn-Klopfen" ist das Klopfen der oberen und unteren Zähne gegeneinander gemeint. Vor mehr als 1500 Jahren schrieb Ge Hong, ein Gelehrter für Gesundheitserhaltung der Jin-Dynastie, in seinem Werk Bao Pu Zi (Buch des Meisters Baopu): "Die Zähne werden sich nie lockern, wenn sie jeden Morgen mehr als 300mal geklopft werden."

In China gibt es viele bejahrte Menschen, deren Gewohnheiten es ist, die Zähne während des Urinierens und des Stuhlgangs zusammenzubeißen. Durch das Zusammenbeißen der Zähne werden die Zahnwurzeln massiert, die lokale Blutzirkulation gefördert und die Nährstoff-Versorgung verbessert, was zur Stärkung des Gebisses beiträgt.

Da die Zähne Beginn des Verdauungssystems sind, wirkt sich ein gesundes Gebiß auf die Gesundheit des ganzen Körpers aus. Das ist das "Geheimnis" für Langlebigkeit durch "Zahn-Klopfen".

Die traditionelle Praktik für "Zahn-Klopfen" besteht aus folgenden Schritten:

Morgens nach dem Aufstehen oder abends vor dem Schlafen werden zuerst die Backenzähne, dann die Schneidezähne und schließlich die Eckzähne gegeneinander geklopft. Nacheinander deshalb, weil sie sich nicht auf gleicher Ebene befinden.

Nach dem Klopfen streicht die Zunge für das Zahnfleisch des ganzen Gebisses und die Schleimhaut der Wangen, um die Speichelsekretion anzuregen. Dann wird mit dem Speichel einige Male gegurgelt und dieser anschließend geschluckt. Die traditionelle chinesische Medizin vertritt die Ansicht, dass Speichel als Art der Körperflüssigkeit nicht auszuspeien sei.

Dann wird das Zahnfleisch mit der Zunge massiert, was die Zahnfleischdurchblutung fördert. Schließlich werden die Zähne zusammengebissen und die Backen aufgeblasen, um die Speichelsekretion zu vermehren. Der Speichel wird nach und nach geschluckt.

Diese Übung zum Schutz der Zähne kann innerhalb von zehn Minuten in 40 bis 50 Wiederholungen ausgeführt werden. Selbstverständlich: je mehr Wiederholungen, desto besseres Resultat.

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