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Nachrichten aus China von CIIC
Sonntag, 10. Juni 2007, 07:00 Uhr
Olympiade: Besucher bei Sehenswürdigkeiten werden begrenzt
Beijing will während der Olympischen Spiele 2008 im kommenden Jahr die Besucherzahlen bei Sehenswürdigkeiten begrenzen, um die antiken Gebäude und Anlagen zu schützen.
Die Denkmalschutzbehörden würden die Besucherzahlen während der Spiele beobachten und vorab Pläne um Schutz der Sehenswürdigkeiten ausarbeiten, sagte Shu Xiaofeng, Leiter des Beijinger Amtes für Dankmalschutz.
Auf die Frage, wie viele Besucher während der Olympischen Spiele in der Verbotenen Stadt, an der Großen Mauer und im Sommerpalast erwartet würden, gaben die Vertreter des Amtes keine Antwort.
Experten gehen davon aus, dass die durchschnittliche tägliche Besucherzahl in der Verbotenen Stadt bei 30.000 liegen wird und die Höchstzahl bei 50.000. Zum Vergleich: alleine am 1. Mai, dem ersten Tag der einwöchigen Maiferien, haben 114.800 Touristen die Verbotene Stadt besucht.
Im kommenden Jahr sollen an den Beijinger Sehenswürdigkeiten im Innenstadtbereich keine größeren Renovierungsarbeiten durchgeführt werden, um Unbequemlichkeiten für Touristen zu vermeiden.
Beijing plant in den nächsten fünf Jahren 600 Millionen Yuan (60 Millionen Euro) in die Renovierung und für den Schutz alter Gebäude auszugeben. Im kommenden Jahr sollen aber nur größere Renovierungsarbeiten an antiken Gebäuden in den Vororten der Stadt stattfinden.
Im vergangenen Jahr hatte ein Beijinger Bürger Klage gegen die Verbotene Stadt eingereicht, da auf Grund von Renovierungsarbeiten viele der Sehenswürdigkeiten in der Verbotenen Stadt geschlossen waren, diese aber weder den Eintrittspreis gesenkt, noch die Besucher darauf hingewiesen hatte.
Die Halle der Höchsten Harmonie, die größte Halle in der Verbotenen Stadt, ist seit Januar 2006 für Renovierungsarbeiten geschlossen und wird Ende 2007 wieder eröffnet.
Die zurzeit am antiken Konfuziustempel und an der kaiserlichen Hochschule durchgeführten Renovierungsarbeiten gehören mit zu den umfassendsten Renovierungsarbeiten in Beijing in den letzten 50 Jahren und kosten 8 Millionen Yuan (800.000 Euro). Sie sollen noch vor der Eröffnung der Olympiade abgeschlossen werden, sagte Shu weiter.
Alle Sehenswürdigkeiten würden noch vor Beginn der Spiele mit Englischen Schildern und Erklärungen ausgestattet, fügte Shu hinzu.
Sonntag, 10. Juni 2007, 07:00 Uhr
Neues Informationssystem für Olympia-Touristen
In Hinblick auf die Olympischen Spiele sollen in der zweiten Jahreshälfte neue Informationsterminals für Touristen getestet werden. Das verantwortliche chinesische Telekommunikationsunternehmen China Netcom teilte mit, die Plattform solle Touristen einen bequemen Zugang zu Informationen rund um die Olympischen Wettkämpfe bieten. Darüber hinaus erhalten User aber auch allgemeine Informationen zu Reisemöglichkeiten, zur Verkehrssituation, oder auch beispielsweise Restauranttipps.
Hinter den einfach zu bedienenden Terminals stehen ein Funknetzwerk und ein Callcenter. Die Terminals werden am Flughafen, in Hotels, in der Umgebung von Sehenswürdigkeiten und in den Filialen von China Netcom aufgestellt. Das Unternehmen kann über die Terminals zudem feststellen, wo sich der User befindet. Dadurch kann der Benutzer zum Beispiel eine exakte Wegbeschreibung erhalten.
Sonntag, 10. Juni 2007, 06:59 Uhr
Reiseveranstalter über die Olympischen Spiele besorgt
Unter den Stimmen, die die positiven Auswirkungen der Olympischen Spiele auf die Tourismusindustrie loben, können auch einige unzufriedene gehört werden. Diese Stimmen gehören den inländischen Reiseveranstaltern, von denen einige schätzen, dass ihre Einnahmen aus dem normalen Einreise- und dem inländischen Tourismus im nächsten Jahr zurückgehen wird. Diese beiden Segmente machen aber einen großen Anteil ihrer jährlichen Einnahmen aus.
Es wird erwartet, dass die Olympischen Spiele den Ausreisetourismus und dem kommerziellen Tourismus der Spitzenklasse zu Gute kommen werden.
"Die Preise für Hotelzimmer, Fahrzeuge und Reiseführer in Beijing werden während der Olympischen Spiele mindestens vier Mal höher sein", sagt Yao Yuecan, Präsident des China International Travel Service Head Office.
"Diese Dienstleistungen vorab zu buchen, wird unseren Kapitalfluss unter starken Druck setzen und daher zu einem hohen Risiko für uns Reiseveranstalter führen", sagte Yao auf einem kürzlich in Qingdao, in der ostchinesischen Provinz Shandong, abgehaltenen Forum zu Olympiade und Tourismus in Qingdao.
Außerdem würden viele ausländische Touristen die Beijing besuchen möchten, bewusst vermeiden, während der Olympiade zu kommen und eventuell sogar bis zum folgenden Jahr warten, wenn die Preise wieder auf ihr normales Niveau zurückgekehrt sind. Dies werde auch den Zustrom an Touristen zu beliebten Zielen wie Xi'an in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi betreffen.
Sonntag, 10. Juni 2007, 06:59 Uhr
Hotels ohne Sterne-Rating wichtige Hotels während der Spiele 2008
Die meisten Olympia-Touristen werden während der Olympischen Spiele 2008 in den nahezu 4000 Beijinger Hotels wohnen, die kein Sterne-Rating haben. Der Leiter des städtischen Fremdenverkehrsamts Du Jiang erklärte auf einer Arbeitssitzung, die 3981 Beijinger Hotels ohne Sterne-Rating böten fast 368.000 Touristen Unterkunft.
Experten wiesen darauf hin, dass die Mehrheit der ausländischen Touristen vermutlich in Sterne-Hotels absteigen wird, die einheimischen Olympia-Fans würden wahrscheinlich mehrheitlich in Hotels absteigen, die kein Sterne-Rating hätten. In der Ferienwoche zum ersten Mai waren die nicht-gerateten Hotels zu 69 Prozent ausgelastet, hingegen verzeichneten die Sternehotels lediglich eine Auslastung von 59 Prozent. 90 Prozent der Olympia-Touristen werden Experten zufolge aus China kommen.
Sonntag, 10. Juni 2007, 06:58 Uhr
Beijing baut 60 neue Parks
Beijing will seine Grünflächen erweitern und noch in diesem Jahr 30 neue Parks einrichten. Vor dem Start der Olympischen Spiele im Jahr 2008 sollen 30 weitere Parks fertig gestellt werden, teilte Lian Guozhan, Leiter des Amtes für städtische Aufforstung, mit.
Zwanzig der neuen Parks werden in der Innenstadt liegen und eine Fläche von 100 Hektar bedecken. Die anderen zehn Parks entstehen in den Vorstädten und werden eine Fläche von knapp 667 Hektar haben.
"Die Hauptstadt hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2010 kein Bürger weiter als 500 Meter von einem Park entfernt ist", sagte Lian. "Um dieses Ziel zu erreichen, wird Beijing ab diesem Jahr jährlich 10 bis 20 neue Stadtparks bauen."
Die 30 Parks die im nächsten Jahr entstehen, werden an der vierten und fünften Ringstraße gebaut. Alle Parks werden für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich seien. Die Arbeiten an den Parks haben bereits Anfang des Monats begonnen.
Die Parks werden zwei Aufgaben erfüllen, zum einen sollen sie der Öffentlichkeit Freizeitmöglichkeiten bieten und zum anderen die Umwelt in der Stadt verbessern.
Alle Parks werden unter Berücksichtigung des Umweltschutzgedankens geplant. So entsteht zum Beispiel im Vorort Changping der Regenwasser Park, in dem ein spezielles System zur Sammlung von Regenwasser eingerichtet wird, welches Wasser für einen Springbrunnen, die Toiletten des Parks und Säuberungseinrichtungen zur Verfügung stellen soll.
"Es wird keine künstlichen Seen und nur wenige Gartenskulpturen geben, dafür aber mehr Pflanzen. Über 70 Prozent der Pflanzen werden hohe Bäume seien", sagte Lan Bingcai, ein anderer Vertreter des Amtes.
Lan erklärte weiter, der Plan basiere auf in Hong Kong entwickelten Parks, wo öffentliche Flächen zu mehr als 90 Prozent begrünt seien müssen.
In Anlehnung an die Erfahrungen Hong Kongs hat die Stadtregierung in den letzten Jahren 20 Millionen Yuan (2 Millionen Euro) für die Einrichtung von Parks entlang der vierten und der fünften Ringstraße aufgewendet. Insgesamt hat die Stadt 29 Parks gebaut, die eine Gesamtfläche von rund 2700 Hektar haben.
Weitere 30 neue Parks mit einer Fläche von 1300 Hektar sollen noch vor Beginn der Olympiade 2008 fertig gestellt werden. Dies sei ein wichtiger Schritt in Richtung einer "Grünen Olympiade". Dann werde es alle drei Kilometer einen Park geben. Die Gesamtfläche der Parks wird der von 14 Sommerpalästen entsprechen.
Neben den Parks werden Restaurants und Einkaufszentren entstehen, die den Besuchern zur Verfügung stehen, und so neue Arbeitsplätze geschafft, sagten die Vertreter des Amtes weiter.
Sonntag, 10. Juni 2007, 06:56 Uhr
Beijing bei Verringerung der Schadstoffemission erfolgreich
Im Jahr 2006 konnte in vier Landesteilen Chinas die Schadstoffemission erfolgreich reduziert werden. Die Hauptstadt Beijing, die regierungsunmittelbare Stadt Tianjin und die Provinzen Jiangsu und Gansu haben die vorgegeben Normwerte erfüllt.
Das Beijinger Umweltschutzamt hat am Mittwoch einen Bericht über die Umweltsituation in Beijing im Jahr 2006 veröffentlicht. Darin heißt es, die Luftqualität in Beijing sei im Jahr 2006 ständig besser geworden. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr in den Beijinger Stadtbezirken 241 Tage mit guter Luftqualität. Das sind sieben Tage mehr als im Jahr 2005. Die Wasserqualität an den Oberläufen der Beijinger Flüsse erreichte im vergangenen Jahr den erforderlichen Standard, die an den Unterläufen hat sich ebenfalls deutlich verbessert. Die Überwachung des Geräuschpegels in Beijing hat ergeben, dass die durchschnittliche Lärmbelästigung im vergangenen Jahr tagsüber die staatliche Norm erreichte, nachts jedoch zum Teil zu hoch war.
Sonntag, 10. Juni 2007, 06:56 Uhr
Hohe Luftqualität während der Olympischen Spiele in Beijing
Beijing will sicherstellen, dass die Luftqualität während der Olympischen Spiele im kommenden Jahr internationalen Standards entspricht. Daher will die Stadt verstärkt gegen die Luftverschmutzung vorgehen. Vor allem die Abgasemissionen der Fahrzeuge sollen strenger kontrolliert werden. In Zusammenarbeit mit dem italienischen Umweltschutz-Ministerium wird die Stadt Beijing daher nun eine Stelle einrichten, die eine offizielle Abgasmessung für Fahrzeuge durchführen wird. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf 100 Millionen Yuan (9,7 Millionen Euro). Die Messstation mit eigenem Labor wird mit modernsten Anlagen ausgestattet und ist die erste derartige Einrichtung in Beijing.
Derzeit sind in Beijing 3 Millionen Fahrzeuge registriert. Das hohe Verkehrsaufkommen und der damit verbundene Abgasausstoß sind für einen großen Teil der Luftverschmutzung in Beijing verantwortlich.
Sonntag, 10. Juni 2007, 06:56 Uhr
Aufbau von Naturschutzgebieten in China aktiv gefördert
China hat bisher insgesamt 2395 verschiedene Naturschutzgebiete aller Ebenen errichtet, deren Gesamtfläche 1,51 Millionen Quadratkilometer beträgt und über 15 Prozent der Landesfläche Chinas ausmacht. Dies teilte das chinesische Staatliche Hauptamt für Umweltschutz am Donnerstag mit.
Zu den Naturschutzgebieten in China gehören unter anderem Wälder, Steppen, Feuchtgebiete und Wüsten. Das natürliche terrestrische Ökosystem und die meisten wilden Tier- und Pflanzenarten in China sind unter Schutz gestellt. Die ökologische Sicherheit und die Artenvielfalt wird so wirksam erhalten. Um den Aufbau der Naturschutzgebiete zu fördern, hat China eine entsprechende Planung ausgearbeitet und durchgeführt sowie die ökologische Überwachung und die Vermessung der Naturschutzgebiete verstärkt.
Sonntag, 10. Juni 2007, 06:55 Uhr
China will Anteil der erneuerbaren Energie erhöhen
China will den Anteil der erneuerbaren Energie in der Energiestruktur erhöhen. Organische Abfälle etwa sollen erneut genutzt und die Technik der erneuerbaren Energie industrialisiert entwickelt werden.
Auf der Sitzung des chinesischen Staatsrates am Donnerstag wurde dazu der "Plan zur mittel- und langfristigen Entwicklung erneuerbarer Energien" diskutiert und prinzipiell angenommen.
Die Erschließung und Nutzung von regenerierbarer Energie sei von großer Bedeutung für die Garantie der Energiesicherheit, für den Schutz der Umwelt und für die Realisierung der nachhaltigen Entwicklung in China, hieß es auf der Sitzung.
Sonntag, 10. Juni 2007, 06:55 Uhr
Durchbruch bei Bergung von Gashydraten
China hat bekanntgegeben, dass dem Land bei der Bergung von Gashydraten, dem sogenannten "brennbarem Eis", ein Durchbruch gelungen sei. Gashydrate gelten als eine potentielle natürliche Energiequelle.
Man habe im letzten Monat im Norden des Südchinesischen Meeres erfolgreich Gashydratproben geborgen, erklärte Zhang Hongtao, stellvertretender Leiter von China Geological Survey (CGS).
China ist das vierte Land nach den USA, Japan und Indien, dem ein solcher technischer Erfolg gelungen ist.
Es werde erwartet, dass diese Entwicklung die Abhängigkeit des Landes von Öl und Kohle verringern könnte.
Nach ersten Schätzungen, befinden sich an den Kontinentalhängen in der Region potentiell über 100 Millionen Tonnen Öleinheiten in Form von Gashydrat, sagte Zhang weiter. Die Proben seien am 1. und am 15. Mai von zwei unterschiedlichen Stationen am Shenhu Kontinentalhang geborgen worden.
Gashydrate sind kristalline Substanzen, die bei extremer Kälte oder unter hohem Druck entstehen, dabei formen Wassermoleküle eine käfigartige Struktur um "Gastmoleküle" wie Methan, Ethan, Kohlendioxid und andere Substanzen. Gashydrate sind extrem instabil und existieren hauptsächlich auf dem Meeresboden und unter der Tundra in großen Höhen.
Gashydrate haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem zentralen Thema in der internationalen Forschung entwickelt, da Wissenschaftler der Ansicht sind, dass sie eine gute Alternative zu Öl und Erdgas bieten.
Jeder Kubikmeter Gashydrat beinhaltet rund 164 Kubikmeter Gas. Die weltweiten Vorkommen an Gashydrat sind ungefähr doppelt so groß, wie alle bekannten der vermutlich in rund 70 Jahren aufgebrauchten Vorkommen an Kohle, Öl und Erdgas zusammengenommen, erklärte Zhang.
Die chinesische Forschung nach alternativen Energiequellen würde noch in den Kinderschuhen stecken, sagte ein Sprecher des Ministeriums für Land und Ressourcen.
Seit 1999 hat das Ministerium 500 Millionen Yuan (50 Millionen Euro) für Forschungsprojekte zur Bergung von Gashydrat aus dem Meer aufgewendet, unter anderem für ein erfolgloses Projekt, in dessen Rahmen deutsche und chinesische Wissenschaftler im Jahr 2004 versucht hatten, Gashydrate zu bergen. Bei dem Versuch war aber die Suchausrüstung durch eine dicke Karbonatkruste aus Methan und Wassermolekülen zerstört worden.
Die USA und Japan haben bereits 1 Milliarde US-Dollar beziehungsweise 600 Millionen US-Dollar für entsprechende Forschungen ausgegeben.
Während die entwickelten Länder versuchten, die Ressourcen bis zum Jahr 2015 zu nutzen, sei für China selbst 2030 noch eine optimistische Schätzung, sagte Zhang.
China importiert seit 1993 Öl und ist mittlerweile der zweitgrößte Ölimporteur der Welt nach den USA. Sollten sich die Fördermengen auf dem Wert von 2006 stabilisieren, würden Chinas bestätigte Ölreserven nur für 11 Jahre reichen, falls keine neuen Vorkommen entdeckt werden, teilte das Ministerium für Land und Ressourcen im März mit.
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Quelle, sofern keine andere angegeben: http://www.german.china.org.cn
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